| Garmisch-Partenkirchen: Mountain Management von Weltklasse |
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| Freitag, 15. Februar 2008 |
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Selbst Kenner des besten und bekanntesten Skigebiets Deutschlands staunen über die „Landschaftsreserven“ an der Grenze nach Tirol, die nur wenige einheimische Tourengeher nutzen und genießen. Dabei führen Seilbahnen und Skilifte mitten hinein in diese Natur und erschließen ungeahnte Abfahrtsvarianten von außergewöhnlicher Eigenart und Schönheit. Weil in den letzten Jahren ungeheure Investitionen in neue Anlagen getätigt wurden, öffnen sich diese Gebiete nun jedermann! 38 Bergbahnen sind es, für über 118 Abfahrtskilometer. „Garmisch“ sagen wir meist gedankenlos zu dem Doppelort bestehend aus Garmisch und Partenkirchen, der von der Spannung lebt, die zwischen den Stadtteilen tatsächlich herrscht. Eine Kleinstadt mit außergewöhnlicher Geschichte, deren erster Höhepunkt in der Neuzeit Olympia 1936 war, ein zweiter die Alpine Ski WM 1978. Danach lebte die Region von ihrer Tradition und Naturschönheit, was immerhin ausreichte, um die 12.000 Gästebetten gut zu füllen. Erst nach der Jahrtausendwende erkannte man die Notwendigkeit, die touristische Struktur auf einen modernen Stand zu bringen – und das tat man sogleich mit einem sensationellen Kraftakt und Investitionen um fast 100 Millionen Euro! Damit wurde die Sprungschanze völlig erneuert und das Olympiastadion für Weltcup-Slalombewerbe geöffnet. Die Hausbergbahn wurde zu einer kapazitätsstarken Umlaufbahn – jetzt ohne Wartezeiten und mit einer wunderschönen, voll beschneiten Talabfahrt. Auch die Kreuzeckbahn schafft nun tausende Skifahrer pro Stunde bergauf, und bergab begeistern die Olympia- wie die Kandahar-Weltcup-Abfahrt mit Beschneiung, ohne die Schrecken von Eis und Steinen aus früheren Jahren. Womit „Garmisch“ endlich seine Potentiale ausspielen kann, um die sie selbst Top Skigebiete in den Alpen beneiden: Große Höhenunterschiede (z.B. 1.300 m Alpspitz, 900 m Kreuzeck!), und gewaltige, lange Abfahrten, mit perfekten Herausforderungen für alle Könnensstufen, vor allem aber für hochsportliche und für Variantenfahrer. Dass dabei stets Gipfel und Bergketten von unvergesslicher Schönheit sichtbar sind, wissen wir inzwischen. Zur absoluten Perfektion des Skivergnügens fehlt nicht mehr viel, etwa die Erneuerung der Aufstiegshilfen Richtung Osterfeld. Weil die Seilbahnen aus der Frühzeit der Region ganz ungewöhnliche Routen erschließen, bleibt stets ein spezieller Reiz, über den in der gesamten Skiwelt nur wenige Stationen verfügen. Für die Anfänger und Skischüler bieten die flachen Hänge oberhalb der Hausberg-Bergstation genügend Auslauf. Auch dort verkehren inzwischen moderne Sesselbahnen mit hoher Kapazität. Weil Garmisch-Partenkirchen den Zuschlag für die Austragung der Alpinen Ski-WM 2011 erhalten hat, wird die Entwicklung dynamisch weitergehen. Auch die Hotels der Stadt investieren in Erneuerung*. Das Neujahrsspringen 2008 der Vierschanzentournee war ein weltweit wahrgenommenes Signal, dem im Februar mit dem Weltcupslalom im neuen Skistadion ein weiteres folgte. 2009 steigt dann auf den umgebauten Kandahar-Skiabfahrten die Generalprobe für 2011. Spätestens dann wird die neue Rolle der Region für den alpinen Skilauf weltweit sichtbar. Dies aber bedeutet nur eine Zwischenstufe auf dem Weg zu Winterolympia 2018, den die Region gemeinsam mit München gehen wird – als Favorit! Diese sensationelle Bewerbung wird auch das Kernproblem in der Infrastruktur lösen helfen, nämlich den Ausbau der Verbindung zur „Garmischer“ Autobahn, die seit Jahren durch Anrainerproteste ein paar Kilometer nördlich der Stadt blockiert ist. An Wochenenden staut es hier noch gewaltig, auf Kosten anderer Anrainer in den Nachbarorten. Wir sind gespannt auf die weitere Entwicklung. Info: www.garmisch-partenkirchen.de,
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Quelle: Februar 2008, Sporttest Dr. Thayer |